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Fragmente einer Trennung

Aktualisiert: 27. Dez 2019


„Manchmal trennen sich die Lebenswege. Man wird sich vielleicht wieder begegnen, aber das gemeinsame Leben ist zu Ende.“ (Peter Bieri)

Sich trennen - in Würde.

Die Unumkehrbarkeit des Entschlusses anerkennen.

Mit Wohlwollen auf die gemeinsam verbrachte Zeit blicken.

Traurigkeit zulassen!


„[…] verstehen, wie das gemeinsame Leben war, wie es begann, was für eine Logik es hatte, wo die ersten Risse sichtbar wurden.“ (Peter Bieri)

Sich seine Verletzbarkeit eingestehen - sie als wertvolle Eigenschaft erkennen.

Dankbarkeit für das, was einem der Andere gezeigt hat.

Sich seiner nicht verhandelbaren Beziehungsbedürfnisse bewusst werden.

Frieden finden!


„Was man am anderen und an sich selbst in Beziehung zum anderen verstanden hat und was nicht. Was einem immer fremd geblieben ist.“ (Peter Bieri)

Den Anderen ziehen lassen - das Schöne bewahren.

Erkennen, was gefehlt hat - an welchen Stellen wie viel gefehlt hat.

Anerkennen, dass man sein Bestes gegeben hat.

Sich vergeben!


„[…] anerkennen, was der andere ist, was er kann, wie wichtig er einem war, was er für die Beziehung geleistet hat.“ (Peter Bieri)

Erinnerung ohne Trauer oder Groll.

Wenngleich die Beziehung nicht mehr ist, so ist sie doch gewesen.

Sie hat in beider Leben einen unverlierbaren Platz.

Versöhnung mit sich und dem anderen!


„[…] den anderen als ganzen würdigen, als einen, in dem Möglichkeiten angelegt sind, die man nicht gesehen, die man nicht verstanden, sogar behindert hat.“ (Peter Bieri)

Die reinen, guten Absichten sehen und würdigen - bei sich und beim Anderen.

Den Zauber des Anfangs in Erinnerung behalten.

Sich vergeben, dem Anderen vergeben.

Großzügig sein!


„Sie ist auf dem Absprung, Sie ist eine Frau, die sich, vielleicht mit einem anderen Mann so entwickeln kann, wie er sie nicht kannte und wie er es eigentlich auch nicht wahrhaben möchte.“ (Peter Bieri)

Traurigkeit, weil der Mensch, der einem wichtig war nur noch eine kleiner werdende Figur am Horizont ist.


Wunden akzeptieren - die, die schon da waren und die, die hinzugekommen sind.

Die gerissenen Enden des Bandes nicht weiter suchen.

Aufbrechen, dem Leben eine neue Richtung geben!


Loslassen! Den Abschied in Würde bestehen.






Literatur

Bieri, Peter: Eine Art zu leben. Über die Vielfalt menschlicher Würde, 2. Auflage, Fischer Taschenbuch, Frankfurt a. Main 2015.


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